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Montag, 28. September 2015

Ein paar meiner Beobachtungen

Hier einige Beobachtungen, die ich gemacht habe:

1. Ecuadorianer essen so gut wie immer ohne Messer, sondern nur mit Löffel, auch wenn es Fleisch gibt, was man zerteilen muss. Die ersten Tage habe ich immer nach einem Messer gefragt und mir den Kopf zerbrochen, wie das ohne gehen soll, bis mir aufgefallen ist, dass es in Ordnung ist, mit den Fingern nachzuhelfen.
2. Ecuadorianer sind entspannter in allem was sie tun. Egal ob bei der Freizeitgestaltung, beim Tanzen (die sind ganz locker in der Hüfte), Anschnallen, eine beliebige Anzahl an Personen mehr als gedacht in ein Auto quetschen, Korruption, beim Busfahren, Drogen oder geltende Gesetze; vieles wird hier nicht so eng genommen. So ducken sich die Personen, die zu viel im Auto sitzen halt einfach, wenn man an Polizei vorbei fährt; angeschnallt wird sich sowieso nicht und wenn man sich mit jemandem verabredet, ist es nicht selten, dass man doch absagt, sich die Pläne noch mal komplett ändern oder dass man viel zu spät kommt. Außerdem haben Drogen und Korruption eine viel kleinere Hemmschwelle und eine größere Akzeptanz. Ich kenne einige Leute in meinem Alter, die offen darüber reden, dass sie kiffen und es gibt hier in der Nähe einen Strand, von dem alle wissen, dass da einiges an Drogen genommen wird. Außerdem sind wohl manche Lehrer korrupt, sodass sich Noten kaufen lassen und wenn man von der Polizei beim kiffen oder anderem, wie falschem Verhalten im Straßenverkehr, erwischt wird, gibt man denen ein bisschen Geld und gut ist.
3. Es gibt hier verdammt viele Leute, die mit 18, 19, 20 schon Eltern sind. Insgesamt läuft hier die Sache mit der Verhütungsaufklärung wohl nicht so, auch wenn es kein Problem ist, über Sexualität zu reden und in Krankenhäusern Kondome verschenkt werden... Ich verstehs einfach nicht! In jungem Alter schwanger zu werden, ist aber auch kein so Problem hier. Nicht so wie in Deutschland, wo das das Ende der Welt ist und dein Leben zerstört ist.
4. Ecuadorianer sind viel freundlicher als Deutsche/Europäer und wollen immer, dass es einem gut geht. Und dabei glaube ich nicht mal, dass das aufgesetzt ist, sondern die haben sich einfach wirklich viel mehr lieb! Außerdem sind sie viel kommunikativer und extrovertierter und ich habe bis jetzt so gut wie niemanden getroffen, der in deutschen Sinn schüchtern ist.
5. Ecuadorians know how to party! Und das unter recht wenig Einfluss von Alkohol!
6. Außerdem kann so gut wie jeder Tanzen (also Paartanz, was anderes tanzt man hier auf Partys nicht wirklich) und alle haben den Hüftschwung drauf! Und in der Schule wird auch viel so Choreografie-zeugs gemacht und dann aufgeführt, schon mit den ganz kleinen, was mich gleich zu meinem nächsten Punkt bringt:
7. Die ecuadorianische Kultur ist irgendwie sexistisch. Die lassen in der Schule schon die ganz kleinen mit 7 oder 8 Jahren zu 'tell me what to do with that big fat butt - wiggle wiggle wiggle' tanzen ...oder vielleicht sexualisiert die deutsche Kultur die Zurschaustellung des (weiblichen) Körpers auch nur...da behalte ich mir erst mal ein Urteil vor.
Außerdem ist im Spielzeuggeschäft für Mädchen alles, wirklich alles, rosa und es gibt viel zu viel Spiel-Prinzessinen-Schminke. Währenddessen ist für Jungs alles blau und Männer laden einen immer ein, halten einem die Tür auf und heben runtergefallene Sachen für einen auf. Emanzipation - meh. Oder?
8. Schminke. Hier schreckt keiner vor tiefrotem Lippenstift oder falschen Wimpern zurück!  Ganz nach dem Motto  mehr ist mehr.
9. Am Strand baden die meisten Frauen mit T-Shirt, anscheinend, weil sie nicht so viel Haut zeigen wollen. Aber die normale Kleidung ist wahnsinnig freizügig! ...versteh ich auch nicht!
10. Als weißer ist man hier überall die Attraktion. Man kriegt dauernd Komplimente zu seinem Aussehen  gemacht und wenn ich Gringo auf der Straße bin, werde ich immer angestarrt, mir wird hinterhergepfiffen  oder -gehupt oder ich werde manchmal auch angesprochen. Und es gibt hier auch Leute, die so hell sind, dass sie als Europäer durchgehen könnten, da kümmert es aber keinen so wirklich. Zum Vergleich, wenn ein Dunkelhäutiger nach Deutschland kommt ist die Reaktion ja eher 'aha, ein Schwarzer'. Generell scheint hier rassistisch zu sein, nicht mit solchen Gefühlen verbunden zu sein, wie das in der Fall Deutschland ist. Ich wurde schon gefragt, ob ich rassistisch bin und mein gegenüber hat gar nicht verstanden, warum ich mit so einem Entsetzen nein geantwortet habe. Auch habe ich schon gehört, dass sich jemand als eine andere Rasse als sein Stiefvater bezeichnet hat!
11. Hier sind Beziehungen viel wichtiger. Wenn man jemandem neues vorgestellt wird, ist spätestens die dritte Frage eigentlich immer, ob man einen Freund hat. Und hier hat auch gefühlt jeder eine Beziehung!

Einen Applaus für alle, die bis hier hin alles gelesen haben - auch wenn ich vermute, dass das nicht allzu viele sind! :D Aber ich brauche das auch für mich selbst, dass ich Blog schreibe. Dass ich meine Gedanken ausformuliere und in Worte fasse. Weil ich dadurch die Dinge viel besser verarbeiten kann und meine Gedanken ordnen kann und sie dadruch zur Ruhe kommen.

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