Mis amigos ecuatorianos: Por favor no utilizan el traductor de Google para traducir mi blog, porque no quiero que tenemos malentiendos! Si quieren saber lo que escribo en mi blog, solo preguntan a mi! :)

Dienstag, 6. Oktober 2015

Gringa sein und innere Anpassung

In letzter Zeit geht es mir immer mehr auf die Nerven, von allen hier als Gringa gesehen zu werden. Wenn ich Bus fahre und mich alle anstarren, auf der Straße, wo mir hinterher gepfiffen wird, wo mir 'Hola guapa!' oder 'Hello, beautiful' (Auf die Leute, die ihre drei Wörter Schulenglisch herauskramen, bin ich immer schon fast stolz!) hinterher gerufen wird oder wo Autos mit männlichen Fahrern anhalten und hoffen, dass ich einsteige oder anderweitig reagiere.
Aber auch wenn ich auf neue Leute treffe, die ganz aus dem Häuschen sind, eine Weiße zu treffen und sich wahnsinnig freuen, wenn sie ein Foto mit mir machen können. Und man kann sich so gut wie nicht länger/öfter mit Männern unterhalten, ohne dass sie nach einem Date fragen (das Konzept nur Freunde existiert hier wohl eher nicht so genauso wie Altersunterschied nicht stört) und das wahrscheinlich nur, weil ich weiß und in ihren Augen wohl wahnsinnig hübsch bin. Ich fühle mich manchmal ein bisschen objektifiziert und auf mein weiß-sein reduziert - das ist Rassismus, nur irgendwie andersrum!
Am Anfang hatte ich noch Verständnis dafür und habe mich auch ein bisschen geschmeichelt gefühlt, aber im Moment  könnte ich über sowas ständig die Augen verdrehen. Ich glaube das liegt daran, dass ich angefangen habe, mich nicht mehr als  'Deutsche' oder 'Europäer' zu definieren, sondern ich fühle mich irgendwie, als würde ich hier her gehören (nur die Sprache und einiges an Wissen fehlt mir, aber naja :D). Ich überlege sogar, mir die Haare schwarz zu färben, einfach um weniger aufzufallen, aber im Moment fehlt mir dazu der Mut und eigentlich mag ich meine Haarfarbe ja. Die andere Frage ist, wie viele Freunde weniger ich dann hätte...

Außerdem fühlt es sich inzwischen irgendwie unangenehm an, Deutsch zu reden. Irgendwie unelegant und plump. Und generell passe ich mich unbewusst  gedanklich immer mehr an die Kultur an. Ich beurteile Situationen und Begebenheiten anders als normal und bin mir manchmal auch gar nicht mehr sicher, wie ich das in Deutschland beurteilt hätte.
So hat mich heute blauer Lidschatten, den ich an einer Verwandten gesehen habe, nicht nur nicht entsetzt, sondern ich fand, dass das eigentlich ganz gut aussah. Als mir bewusst wurde, was ich da gerade gedacht habe, war ich dann aber doch ein bisschen schockiert! Innere Anpassung nennt sich das...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen