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Samstag, 7. November 2015

Ich habe den Präsidenten gesehen! - Die Fiesta de Manta

In der letzten Woche war zusammen mit Halloween und dem 'día de los muertos' (Tag der Toten) auch die Fiesta de Manta, bei der die 'Cantonización' gefeiert wird. Im Prinzip ist das ein bisschen wie das Kunigundenfest - es gibt einen Kirchweihplatz mit Fahrgeschäften (allerdings ohne Baum und Bier) und eine Parade. Und nichts von wegen ein Tag frei, der dann aber an einem Samstag mit dem Schulfest wieder reingeholt wird wie in Lauf - nein, wir hatten drei Tage frei!
Auf jeden Fall war dann am Mittwoch die Parade, bei der 20 Schulen von allen der Stadt nach Können ausgesucht werden, von denen dann ausgewählte Schüler beim Umzug mitlaufen und tanzen oder der Spielmannszug spielt. Tanzen ist hier irgendwie sehr wichtig, um sich als Schule zu präsentieren!
Die Schwester einer Freundin lief da mit, deswegen stand ich extra um 6 Uhr auf, um sie dort hinzubringen und zusammen mit der Familie gute Plätze zu ergattern. Und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt! Wir fanden einen Platz direkt gegenüber der Tribühne für die wichtigen Leute von Manta - also zum Beispiel den Bürgermeister und auch die Reina de Manta. (Das ist die 'Königin' von Manta, die ganze Sache ist ein Modelwettbewerb und es gibt das für quasi alles, zum Beispiel auch für jeden Stadtteil, die Provinz, Ecuador oder auch die Königin der Banane. Das gibt es ja in Deutschland auch als Miss-Wahl, aber während ich über das dort nicht mehr weiß, als dass es das gibt, ist es hier echt wichtig und jeder hat die Final-Wahl entweder vor der Bühne auf der 'Plaza cívica' im Stadtzentrum oder im Fernsehen angeschaut. Außer ich, ich hab das irgendwie verpeilt. Also im großen uns ganzen ein bisschen wie Germany's next Topmodel. :D )
Nach einigem Warten kamen dann die VIPs Mantas und die Gerüchte stellten sich als wahr heraus: Auf einmal stand vielleicht 100 Meter von mir entfernt Rafael Correa, Ecuadors Präsident! Und ich dachte vorher, ich wurde irgendwie verarscht oder hab irgendwas falsch verstanden! Was mich überraschte war, dass relativ wenig Polizei anwesend war und auch das Gelände nicht abgesperrt war und demnach auch niemand auf Waffen oder vielleicht eine Bombe abgesucht wurde - da sehe ich mit meinem deutschen Sicherheitsbedürfnis wohl als einzige Horrorszenarien vor meinem inneren Auge! Und das, obwohl Rafael Correa ziemlich unbeliebt ist, jedenfalls bei allen, mit denen ich über ihn geredet habe. Vorallem wohl wegen seiner Bildungspolitik - und ich glaube da kann ich mich auch anschließen.
Am Ende ging dann aber alles gut und ich hatte einen guten Blick auf den Umzug. Zuerst liefen die Schulen mit bunten Umzugwägen, auf denen teilweise auch getanzt oder gesungen wurde, dannach kamen die Leherer der öffentlichen Schulen, dann die Reinas von allem möglichen (die Armen liefen alle den ganzen Weg in High Heels). Zum Schluss war das Militär an der Reihe: Als erstes marschierten die voll uniformierten Fußtruppen im Gleichschritt, dannach kamen Panzer, anderes Militärfahrzeug und fancy Sondereinheiten. Außerdem flogen vier Flugzeuge in Formation, schossen Leuchtraketen ab und ein Helikopter drehte seine Runden, bei dem sich jemand in hunderten Metern Höhe ziemlich weit aus der offenen Tür lehnte um eine Ecuadorflagge heraus zu halten. Ich glaube ich hatte mehr Angst als diese Person!
Alles in allem fand ich es ziemlich befremdlich, einfach so in Friedenszeiten Militär zu sehen und dass es so stolz und als Unterhaltung präsentiert wird. Es mag ja sein, dass ich da wegen Deutschlands Geschichte ein bisschen gehämmt bin, aber ich weiß ja nicht, ob das so gut ist und ob diese Einstellung nicht zu Problemen führen könnte. Aber die Militärparade hat ihr Ziel erreicht - es war sehr Spektakulär anzusehen  und ich würde mich jetzt nicht unbedingt mit Ecuador anlegen!

Vor mir stand eine kleine Gruppe, die Rafael Correa offenbar gut findet, deswegen das Winken.

Der Mann mit der Sonnenbrille ist der Präsident.

Ein paar Schulen hatten Umzugswägen dieser Art mit nur spärlich bekleideten Schülern als Tänzern.




Das ist eine der Spezialeinheiten, es gab auch noch eine mit Soldaten mit Gasmasken.

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