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Samstag, 5. Dezember 2015

Die Dschungelexpedition

Wir hatten die letzten Wochen kein Internet, deswegen war in letzter Zeit auch fast nichts von mir zu hören. Wenn hier jemand sagt: "Der Mann vom Internet kommt morgen, glaube ich", dann heißt das, dass dass er vielleicht irgendwann innerhalb der nächsten zwei Wochen kommt, vielleicht aber auch gar nicht. Inzwischen haben wir auf sehr ecuadorianische Weise wieder WLAN, deshalb jetzt mit einiger Verspätung mein Blogpost zu der Dschungelreise:

Vor einer Woche startete die erste von YFU organisierte Reise. Das Ziel: der Regenwald.
Am Mittwochmorgen fand ich mich am Busterminal auf die anderen zwei Austauschüler aus meiner Stadt wartend wieder. Als alle da waren, drückte uns unser Area Rep unsere Fahrkarten in die Hand und dann ging es auch schon los! Im nahegelegenen Portoviejo stießen dann noch fünf andere ATS hinzu und es begann eine zwölfstündige Busfahrt nach Quito.
Eigentlich hätten es neun sein sollen, aber mitten in den Bergen blieben wir für ein paar Stunden stehen – was ich nicht mal mitbekam, denn ich genoß die freie Zeit und schlief die meiste Zeit über fantastisch! Als ich aufwachte, standen wir gerade an einem ziemlich steilen Berghang in der Kurve, es war schon dämmrig geworden – und was mich wahnsinnig faszinierte: es regnete! Im Bus brannte nur schummriges Licht und die Fenster beschlugen, was dem ganzen irgendwie eine magische Stimmung verlieh. Ein kleines Mädchen, das vor uns saß und dem wohl auch ziemlich langweilig war, freundete sich mit unserer Gruppe an, spielte hinter den Lehnen der Sitze verstecken, bot uns Essen an und plapperte munter vor sich hin – ich glaube das ist auch etwas, was in Deutschland nicht passieren würde.
Schließlich doch in Quito angekommen, fuhren wir 45 Minuten mit einem Taxi zum Hotel – und jede der vier Personen zahte $2,50. Dort mussten wir uns dann erst mal selbst ein Abendessen jagen gehen, was nachts und für wenig Geld gar nicht so einfach war, aber schließlich fanden wir doch eine 'Tienda', eine Art Kiosk, in der es alles gibt, was man so zum überleben braucht, und die in Wohngebieten eigentlich nie mehr als fünf Minuten zu Fuß entfernt sind.
 Dieses Mal machte sich bei mir die Höhe ziemlich bemerklich – hatte ich doch bei den ersten beiden Malen nichts von ihr gespürt – kam ich dieses Mal schon ziemlich außer Atem dabei mich ins Bett zu legen und zuzudecken! Am nächsten Morgen ging es dann noch mal für fünf Stunden im Bus weiter und ich staunte die ganze Fahrt über über die Landschaft – und vielleicht war ich ein bisschen zu aufgeregt über einfach nur Bäume und Berge. Zuerst zogen die Häuser Quitos, dann die spärlich bewachsenen Bergehänge eines ziemlich hochgelegenen Teils der Anden, die ein bisschen den Alpen gleichen, danach komplett mit Bäumen bedeckte Berge vorbei und am Schluss kamen wir immer tiefer und tauchten schließlich in den Regenwald ein.
Am Parkplatz des Hotels angekommen wurden uns erst mal Rettungswesten in die Hand gedrückt, und wir wurden mit kleinen Booten über den Fluss Napo zum Hotel gebracht. Als wir ankamen wurde mit klar, wieso wir so viel Geld für die Reise bezahlt hatten! Das Hotel – 'La casa del Suizo' (von einem Schweizer gegründet) – war einfach nur wunderschön! Vom von Palmen und tropischen Blumen eingerahmten Pool aus hatte man einen fantastischen Blick auf den dahinter liegenden Fluss und den Regenwald und nichts anderes bis zum Horizont. Die Balkone der Zimmer ebenfalls mit Fluss- und Regenwaldblick, außerdem mit Hängematte ausgestattet. Und die Fenster hatten keine Scheiben sondern nur Fliegengitter – was das Klima gut zusammenfasst (große Hitze und die Mücken essen einen lebendig, wenn man nicht aufpasst.)  Den ganzen Nachmittag verbrachten wir am Pool und am Abend sahen wir die Sonne über den Baumwipfeln untergehen. Dazu gab es den entsprechenden Dschungelsoundtrack aus Grillenzirpen, der irgendwie wie aus einem Flim wirkte! Am nächsten Morgen mussten wir dann leider schon ziemlich früh aufstehen, denn wir hatten volles Programm. Mit Booten (das einzige Transportmittel mit dem wir uns in den Tagen bewegten) fuhren wir ein Stückchen vom Hotel weg, wo wir an Land gingen und in Gummistiefeln durch den Regenwald liefen. Unser mit Machete ausgestatteter Tour Guide erzählte uns einiges über die Pflanzen und Tiere, dann erklärte er uns ein paar Indianderbräuche; er zeigte uns, wie die Ureinwohner kommunizieren, indem sie auf eine bestimmte Art von Pflanze klopfen, flocht aus Blättern eine Krone und malte uns mit aus einer Frucht gewonnenen Farbe Muster ins Gesicht. Wie viel davon Indiandertradition und wie viel Inszenierung für die Gringos war, bin ich mir allerdings nicht sicher.
Dannach stolperten wir weiter durch den Urwalt und kurz darauf kamen wir an einen Hang, an dem wir wie Tarzan an einer Liane schwingen konnten. Ein weiterer Punkt auf der Bucketlist abgehakt! Als nächstes ging es weiter zu einer Auffangstation für verletzte Tiere mit Papageien, Raubkatzen und freilaufenden Affen. Einer von ihnen kam mir sogar so nahe, dass ich ihn hätte berühren können! Leider war er aber zu schnell als dass ich ein gutes Foto hätte machen können.
Den Rückweg zum Hotel bewältigten wir nicht in den Booten, sondern wir trieben in großen schwarzen Gummiringen den Fluss hinunter, was wahnsinnig gut tat, da es unglaublich heiß war und die hohe Luftfeuchtigkeit machte es auch nicht gerade besser. Nach dem Mittagessen (Buffet – yay!) besuchten wir ein Dorf von Quechuaindianern – die leben dort noch 'traditionell', in Holzhütten und verdienen ihren Lebensunterhalt wohl damit, dass sie Touristen ihre Häuser zeigen und sich angaffen lassen – irgendwie habe ich mich da so sehr als Gringa gefühlt wie schon lange nicht mehr und hatte ein schlechtes Gewissen. Aber was sie uns gezeigt haben, war echt interessant! Sie zeigten uns, wie man Chicha, ein Getränk, aus Wurzeln und mit einem Stück speziellem Baum als Raspel macht und wir durften danach probieren – was wahnsinnig eklig war! :D Außerdem machten wir Zielübungen mit einem Blasrohr auf einen Holzaffen und aßen rohe Kakaobohnen (die haben außenrum was schleimiges, was fast wie süße Orange schmeckt. Den Kern sollte man aber besser nicht zerkauen, denn der ist ungeröstet ziemlich bitter!). Auf dem Rückweg kamen wir dann noch an ein paar sehr komischen Raupen und riesigen Spinnen vorbei.
Den Abend verbrachten wir in dem Dorf, in dem das Hotel liegt (nicht das Indianerdorf, sondern ein ganz normales Dorf), und ich fand, dass diese ganze Kombination aus Dorf mitten im Regenwald, Einheimischen und den ausländischen Hotelgästen einfach nur so großes Film- bzw. Serienpotential hätte! Am dritten und letzten Tag im Dschungel machten wir am Vormittag eine Wanderung durch den Dschungel, fuhren in einem kleinen Eisenkorb an einem Seil über eine Schlucht, liefen über eine sehr fotogene Hängebrücke, sahen eine ziemlich gefährliche Schlange aus direkter Nähe und umarmten einen sehr, sehr dicken Baum! Den Rückweg machten wir wieder nicht mit den Booten, sondern zuerst mit Floßen, dann einfach nur mit Rettungswesten im wunderbar kühlen Wasser treibend. Und während wir so vor uns hintrieben, hörten wir das erste Donnergrollen eines tropischen Gewitters, das uns zwar nicht erreichte, dessen Blitze aber noch den ganzen Abend lang sehr eindrucksvoll den Himmel erleuchteten. Nach einer etwas längeren Mittagspause ging es noch einmal los und zwar gingen wir in ein 'Mariposario', ein Schmetterlingshaus, mit hunderten tropisch-bunten Schmetterlingen, von denen ich einen mit ein bisschen Schmetterlingsfutter mit großer Mühe auf meinen Finger lockte und ihn dann für ein kleines Fotoshooting missbrauchte. Wollte am Anfang keines der Tiere auf meine Hand, fühlte dieses Exemplar sich dann offenbar ziemlich wohl. Zu wohl, denn er wollte, auch nachdem ich meine Hand schüttelte, nicht mehr weg. Nach Anwendung sanfter Gewalt wurde ich ihn dann aber doch los, denn es ging gleich schon weiter zu noch mehr Einheimischen, die uns zeigten, wie sie töpfern und Figuren aus Holz schnitzen.
Das war dann leider auch schon der letzte Tag im Dschungel und am nächsten Tag fuhren wir wieder zurück nach Quito (yay, schlafen und Landschaft anschauen!:) ), wo wir dann noch den Nachmittag Zeit hatten und auf einen Poncho- und Lamajackenmarkt gingen. Ich konnte es mir natürlich nicht entgehen lassen, eine Lamajacke zu kaufen! Nicht zuletzt, weil es in Quito nachts verdammt kalt wird (14 Grad sind jetzt für mich verdammt kalt, ich kann nie wieder zurück nach Deutschland kommen!) Das war dann auch schon der letzte Tag der Reise, am nächsten Morgen ging es nur noch zurück nach Hause ins sonnige, aber zum Glück nicht so luftfeuchte Manta...











Kommentare:

  1. ich bin SOO neidisch!!! Und die Blätterkrone ist ja der absolute Klassiker.

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