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Dienstag, 23. Februar 2016

Soziale Freiwilligenarbeit & Kindererziehung irgendwie anders

YFU Ecuador verpflichtet uns dazu, in den langen Ferien einen Monat freiwillige soziale Arbeit zu machen. Erkennt ihr das Paradox im vorherigen Satz!?

Mein Area Rep gab mir also die Auswahl zwischen der Arbeit mit kleinen Kindern oder alten Leuten. Da mir mit Menschen arbeiten nicht besonders gefällt, es sei denn im Team, habe ich mich schon Monate vorher nach einer Alternative umgesehen, aber nichts gefunden, was den Ansprüchen von YFU genügt hat. Also habe ich mich für die Kinder entschieden und arbeite jetzt in der Kinderkrippe. Warum genau ich in einer Kinderkrippe arbeite, wo die Eltern Geld dafür bezahlen, dass ihre Kinder betreut werden, und nicht bei irgendeiner wohltätigen Einrichtung, die meine Gratis-Arbeit sicher besser gebrauchen könnte, versteh ich nicht so ganz, aber gut, was solls.

Jetzt arbeite ich schon seit einer Woche dort und habe genug gesehen, um euch davon erzählen zu können. Meine Gruppe besteht aus 15 zwei- bis dreijährigen Kindern, die von zwei 'tias' (Tanten) von acht Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags betreut werden. Und mir. Wobei ich keine Ahnung habe, was ich da tue.
Der Tag beginnt damit, dass die Kinder erst mal eine Stunde malen beziehungsweise Lego-Duplo bauen, danach wird mühevoll die Treppe runtergelaufen zum Essensaal, da gibt es dann eine Tasse Colada, ein Getränk mit irgendetwas drin, was ein bisschen sättigt, ich hab aber auch keine Ahnung, was genau das ist. Danach geht es wieder die Treppe hoch, da versuchen dann die Erzieherinnen, die Kinder dazu zu bringen, sich auf ihre kleinen Stühlchen zu setzen und eine Folge der Kleinkind-Version von Mickey Mouse zu schauen. Was aber meistens nicht besonders gut klappt, denn so kleine Kinder haben natürlich eine menge Energie und wollen lieber rumtoben als sich hinsetzen. Dauernd werden sie ermahnt, sich wieder hinzusetzen, das stört sie aber recht wenig.
Als nächstes gibt es schon wieder Mittagessen; Suppe, Reis mit irgendwas und Saft. Viele der Kinder wollen aber nicht essen, deswegen wird ihnen das Essen, von manchen Erzieherinnen auch mit Gewalt, reingezwungen.
Wenn das geschafft ist, geht es wieder hoch in den Schlafsaal, wo dann alle geduscht, gewickelt und umgezogen werden. Das ist vielleicht ein Chaos! Dann gibts als letztes vor dem Schlafen noch ein Fläschen.

Wenn alle eingeschlafen sind, können wir essen gehen, uns danach auch hinlegen, und es beginnt die erste Denkpause für uns Erzieherinnen seit fünf Stunden. Denn wenn man mal für ein paar Sekunden die Konzentration verliert, fangen die Kinder an sich (gegenseitig) umzubringen. Dieser Fehler ist mir an meinem ersten Tag unterlaufen, als ich einen Moment weggeschaut habe und ein Junge vorwärts aus dem Hochstuhl gekippt ist (ihm ist aber zum Glück nichts passiert! Und zu meiner Verteidigung muss man sagen, dass er das Kind ist, was am meisten Unsinn macht!)

Irgendwie hören die meisten Kinder auch nicht auf einen, auch nicht auf die, die schon Jahre Erfahrung haben! Ich versuche ja immer, nicht in eine in-Deutschland-ist-alles-besser-Denkweise zu verfallen, aber die hören echt noch schlechter auf einen als deutsche Kinder! Das liegt, vermute ich, auch daran, dass die Erziehung sehr anders ist als in Deutschland, was mich erst mal überrascht hat. Wenn das Kind nicht macht, was man ihm sagt, wird ihm mit irgendwas Angst gemacht; in dem Fall ist das zum Beispiel die böse Tía Monica aus der anderen Gruppe, oder dass später die Mama nicht kommt, wenn das Kind die Suppe nicht ist. Die Kinder in meiner Gastfamilie isst in dem Fall die Lechusa, ein Fabelwesen, oder alternativ die Lebensgroße Puppe mit den gruseligen Augen, die Hinterhof steht. Außerdem nichts von wegen das Kind kann sich frei entfalten und spielen. Das kommt mir irgendwie nicht besonders gut vor; aber irgendwie werden ja doch ganz normale Menschen draus! Von daher kann es ja nicht so schlecht sein!

An meinem ersten Tag war ich ersteinmal geschockt von alledem, weil ich erwartet hatte, dass die Arbeit bedeutet, ein bisschen mit den Kindern zu spielen und dann vielleicht noch ein, zwei Lieder zu singen. Stattdessen ist es ein Kampf!
Alle Achtung an die Erzieherinnen, die das ihr ganzes Leben lang machen! Ich glaube, dieser Beruf wird echt unterschätzt! Ich zumindest schlafe nach dem ich mittag gegessen habe immer  völlig erschöpft Seite an Seite für ein, zwei Stunden ein... Aber die Mühe lohnt sich, denn ich bekomme für die gearbeiteten Stunden ein Zertifikat, was mir dann in Deutschland auch weiterhelfen kann. Außerdem komme ich so gar nicht auf die Idee, in den 2-3 Monate langen Ferien Langweile zu bekommen!

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