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Montag, 14. März 2016

Von Vulkanen, dem Äquator, alten Städten und Ponchos - eine Reise in die Berge

Vor zwei Wochen war es endlich so weit: Die zweite YFU Reise begann. Das Ziel: die Sierra. (Also die Bergregion Ecuadors)  

Da es sich um zehn Tage Reise mit vollgepacktem Programm handelt, möchte ich einmal experimentieren und werde diesen Blogeintrag eher als Bildergeschichte gestalten, als als einen fließenden Text und versuche mich kurz zu fassen, damit es nicht zu langweilig wird! Ich freue mich über Kritik! :)  


Am ersten Tag ging es, nach dem wir die Nacht schon in Quito, der Hauptstadt, verbracht hatten, als  erstes mit dem Teleférico, einer Seilbahn auf den direkt an der Stadt gelegenen Berg Pichincha auf 4.000 Meter hoch, von wo aus man ganz Quito und die dahinterliegenden Berge überblicken konnte.


 Auf dem Gipfel liefen wir ein bisschen herum, wegen der Höhe wurde aber jeder Schritt ungefähr drei mal so anstrengend wie normal und nach zehn Minuten gemütlichem Gehen fühlte ich mich, als wäre ich eine dreiviertel Stunde gerannt! Doch die Mühe lohnte sich, denn mir liefen zwei Lamas über den Weg, die sich streicheln ließen – und somit hatte ich gleich noch einen Punkt meiner Bucket list abgehakt!
 


Danach ging es weiter mit einer Stadttour durch Quito. Das Stadtzentrum hatte ich zwar schon mal gesehen, als ich mit meiner Gastfamilie dort war, es war aber auch beim zweiten Mal immer noch schön!



Als letztes stand für diesen Tag die „wahre Mitte der Welt“, der Äquator, auf dem Programm. Es heißt die „wahre“ Mitte der Welt, weil es zwei von ihnen gibt. Die erste wurde vor fast 300 Jahren von einer französischen Expedition vermessen, die haben das aber verkackt und jetzt steht ihr Bauwerk ganzes Stück daneben. Ich jedoch, war auf dem einzig wahren und echten Äquator, 240 Meter weiter!



Und hier ist für die Physiker unter euch das berühmte Stöpsel-zieh-Experiment! Auf der Nordhalbkugel dreht sich der Strudel nach links, auf der Südhalbkugel nach rechts und auf dem Äquator gibt es keinen Strudel. Es gibt jedoch Personen, die behaupten, das funktioniert so gar nicht – alles Ketzer!! :D


Ein Ei kann man auf dem Äquator auch balancieren!



Am nächsten Tag gingen wir auf dem Rand des Kraters des erloschenen Vulkans Quicocha spazieren, in dem jetzt ein See ist. Sehr eindrucksvoll!



Außerdem fand ich einen meiner Meinung nach perfekten Platz für ein Picknick! So perfekt, dass ich es fast nicht ertragen konnte, von dort fortzugehen, ohne eines gemacht zu haben! Also machte ich eines – das aus Wasser und Bonbons bestand...

Am Nachmittag fuhren wir nach Otavalo, einem Dorf in der Nähe von Quito, in dem es einen sehr berühmten Indianer-Markt gibt, auf dem man vorallem Ponchos, aber auch Pullover, Schals und jede Menge anderen Schnickschnack aus Alpakawolle kaufen konnte! Ponchos sind ein Teil der traditionellen Kleidung der Bevölkerung der Sierra. Und man sieht sogar auf der Straße manchmal wirklich noch (ältere) Menschen im traditionellen Outfit herumlaufen!


In der darauffolgenden Nacht beschloss mein Körper spontan, das ganze Essen, das sich in ihm befand, auf allen Wegen von sich zu werfen. Deswegen war ich gezwungen, alleine eine Nacht länger in Quito zu bleiben, während die anderen schon nach Baños weiterfuhren. Da machte ich danna auch die komplette ecuadorianischer Arzt Erfahrung. Der meinte, da ich weder Bauchweh noch Fieber hatte, dass ich ein starkes Antibiotikum nehmen sollte. Was völlig unnötig war, denn es ging mir am selben Vormittag schon besser und im Endeffekt schwächten die Tabletten mich in der Woche darauf nur noch mehr. Aber gut, das allgemeine Medizinverständnis ist hier ein bisschen anders!




In den folgenden Tagen verpasste ich dann einiges an Wasserfällen und schöner Natur rund um Baños, sowie „the swing at the end of the world“, die im Internet recht bekannt ist. Hier habe ich ein Foto, was ich von einem anderen ATS geliehen habe, einfach weil ich euch das nicht vorenthalten wollte!

Außerdem blieb mir der Aufstieg auf den Chimborazo, einen von 4800 m auf 5100 Meter verwehrt. Ich hatte in Quito, was auf ca. 3000 m schon manchmal im Ruhezustand Probleme, zu atmen, also hätte ich bei der Höhe keine Chance gehabt! Und schließlich ist der Chimborazo der höchste Berg Ecuadors!




 
Am Abend konnte ich aber dann doch die City Tour in Riobamba mitmachen. Eine sehr schöne Stadt, wie Quito von den ehemaligen Kolonialherren beeinflusst. Und um einiges weniger gefährlich als Manta! Dort konnten wir sogar nachts im Dunkeln mit Handy oder anderen Wertgegenständen durch die Straßen spazieren! Das faszinierte mich irgendwie...

 

Am nächsten Tag ging es mit dem Bus weiter in Richtung Cuenca, aber auf dem Weg machten wir noch Halt bei einer Indianerruine. Dort hatten zuerst die Cañar, die Ursprünglichen Bewohner dieses Fleckchen Landes, gelebt, dann kamen die Inka, die von Süden aus immer weiter nördlich vorstießen und die Dörfer und Städte der anderen Indianervölker eroberten. Die Spanier waren also nicht die ersten Eroberer, die die ursprüngliche Bevölkerung ertragen mussten. Unter anderem deswegen war es für die Europäer so einfach, die Inka mit nur 200 Mann zu besiegen: die Menschen dachten, sie kämen, um sie von den Inka zu befreien und halfen mit, gegen sie zu kämpfen...



Dann gab es Mittagessen und ich nutzte die Gelegenheit, Tee aus den Blättern der Cocapflanze zu trinken. Ja, genau der Pflanze, aus der man auch die Droge macht. Einfach nur die Blätter sind hier legal und der Tee soll machen, dass man die Höhe weniger spürt und dass man sich insgesamt gut fühlt. Ich habe aber leider keinen Effekt gespürt!



 
Am Nachmittag kamen wir letztendlich in Cuenca an, wo wir in eine Panamahutfabrik/-museum gingen. Panamahüte kommen nämlich nicht aus Panama, sondern aus Ecuador! Vorallem an der Küste flechten traditionell die Frauen die aus Schilf bestehenden Hüte in tagelanger Handarbeit. Der Name Panamahut kommt nur daher, dass früher die Hüte erst nach Panama, und dann in die ganze Welt verkauft wurden!



Am nächsten und letzten Tag mit Programm fuhren wir in den Nationalpark Cajas, der auch recht hoch gelegen ist, und der für seine vielen kleinen Seen und Wiesen-/Berglandschaft bekannt ist. Da ich immer noch geschwächt war, bekam ich von unserem Busfahrer (fragt nicht wieso :D) die Seniorentour, während die anderen die ganze Wanderung zusammen mit unserem Reiseführer absolvierten.



Als allerletztes machten wir noch die Citytour durch Cuenca, was wahrscheinlich die schönste Stadt Ecuadors ist! An manchen Orten würde man meinen, wüsste man es nicht besser, man befinde sich  in einer europäischen mediterranen Altstadt, doch bewegt man sich ein paar Meter weiter, stechen einem wieder die unverkennbaren Kleinigkeiten ins Auge, die Ecuador zu Ecuador machen!    



Hier einfach noch ein random Sonnenuntergangslandschaftsbild aus dem Bus heraus fotografiert
Und damit war die Reise auch schon wieder zu Ende; die nächsten zwei Tage verbrachten wir nur noch komplett mit Busfahren auf dem Weg nach Hause. Man fährt mangels anderer Transportmittel seeehr viel Bus hier in Ecuador... Ich bin wahrscheinlich hier jetzt schon so viel Bus gefahren wie sonst in fünf Jahren nicht! :D

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