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Mittwoch, 31. August 2016

Ich bin wieder da!

Ich weiß, dieser Post kommt etwas spät, etwas mehr zwei Monate zu spät um genau zu sein, aber besser spät als nie oder? :D

An meinem letzten Wochenende in Ecuador fuhr ich mit meiner Gastfamilie nach Santo Domingo, zum Bruder meiner Gastmutter, der mitten im Regenwald eine Finca (eine Art Bauernhof mit Ländereien) mit sehr luxuriösem Haus und einem Pool besitzt. Aus Anlass des Vatertages fand sich die ganze Familie mit allen Brüdern, Schwestern, Ehefrauen und -männern und Töchtern und Söhnen ein und am Abend wurde auf der geräumigen Terasse mit Ausblick auf die Wipfel des Regenwaldes noch einmal richtig gefeiert und getanzt! Nicht natürlich, ohne dass ich vorher die gesamten Ländereien gezeigt bekam - auf einem Quadbike, von meiner zwölfjährigen Gastcousine. So fand ich mich zwischen Kokos- und Bananenpalmen Abhänge rauf und runter rasend wieder (natürlich ohne Helm, in Flipflops und kurzer Hose), panisch schreiend und denkend, dass ich das Erdbeben nicht überlebt habe, nur um durch einen Quadbikeunfall, verursacht von einer Zwölfjährigen, zu sterben. Schließlich überlebte ich doch und in der Euphorie, nicht gestorben zu sein, ließ ich mich von meinem 20 jährigen Gastcousin überreden, noch eine Runde zu drehen. Und fand herraus, was wirklich schlimm war.

Nach dem kurzen Urlaub im Regenwaldparadis ging es nochmal für zwei Tage zurück in die Schule, wo am letzten Tag für meine Mitschülerinnen ein Traum wahr wurde - denn ich ließ sie meine Haare glätten und mich schminken. Dann machten wir ein paar Fotos, sagten unsere Abschiedsworte und irgendwann ging ich nach Hause. Das war also mein letzter Schultag gewesen. Am Nachmittag blieb mir nur noch übrig, meine wenigen Sachen zusammen zu packen und dann am nächsten Morgen Abschied zu nehmen von meiner Gastfamilie. Es wurde ein tränenreicher Abschied, auch wenn ich sonst nicht gerade die Art von Person bin, die viel Zeit mit Gefühlsduselei verbringt. Ich hatte nur knapp zwei Monate bei der Familie gelebt, was es ein bisschen leichter machte, zu gehen, aber trotzdem waren mir besonders meine Mutter und mein Bruder sehr ans Herz gewachsen.

Aber es half nichts und irgendwann klingelte die Mitarbeiterin von YFU dann doch an unserer Haustür, um mich abzuholen. Es erwartete mich noch ein zweitägiges Abschlussseminar mit allen Austauschschülern zusammen, das ich allerdings als ziemlich inhaltslos und nicht besonders hilfreich empfand. Aber auch das ging vorbei und irgendwann stand ich dann mit dem Koffer in der Hand am Flughafen. Und irgendwann, nach Stunden des Wartens, saß ich dann im Flugzeug. Nachdem ich am Gate für einen 'Routinecheck' meinen Koffer aufmachen musste, dafür dass der Flughafenmittarbeiter, der ihn durchsuchte, sich nicht einmal richtig Mühe gab, sondern sich eher darauf konzentrierte, mich über mein Liebesleben auszufragen. Letztendlich durfte mein Koffer dann aber mit, genauso wie ich auch. Im Flugzeug wurden wir nocheinmal von recht kräftigen Turbulenzen durchgeschüttelt, was mich sofort wieder in Erdbebensituationen zurückversetzte.
Am nächsten Morgen musste ich mich dann in Amsterdam auch noch von meiner besten Freundin des letzten Jahres verabschieden. Denn ihr Flieger ging nach Schweden, meiner nach Deutschland.

Nach Nürnberg, um genauer zu sein, wo ich schon von gutem Wetter meiner Familie erwartet wurde.
In den ersten Tagen wirkte Deutschland irgendwie eigenartig auf mich - so viele Bäume, so glatte Straßen, so große Häuser und Autos! Außerdem so leise, glatt und sauber und irgendwie ein bisschen zu groß für mich. Aber dieser Effekt ließ schnell nach und es war einfach nur noch schön, wieder zu Hause zu sein, nach so langer Zeit.

In den nächsten Wochen unternahm ich viel mit Freunden, wovon mir - wider meiner Erwartungen - doch noch die meisten geblieben sind. Ein paar Freundschaften haben sich zwar etwas entfernt oder vielleicht sogar ganz erledigt, aber ich vermute, bei denen sollte es einfach generell nicht mehr sein.
Außerdem fing ich an, nach dem ich knapp eine Woche zu Hause gewesen war, für einen Monat zu arbeiten, einen 38 h Büroferienjob, womit ich mir schonmal die Flugtickets für eine Rückkehr nach Ecuador verdiente. Nach diesen vier Wochen begannen die Sommerferien, die ich zur einen Hälfte komplett mit Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des alljährlichen Zeltlagers verbrachte. Und danach ging es gleich los in den Sommerurlaub. Und jetzt geht schon bald die Schule wieder los.
Ich hatte also jede Menge zu tun, hab mich eher wenig mit dem Auslandsjahr beschäftigt, sondern mehr mit dem hier und jetzt. Und das ist, glaube ich, eine recht gute Strategie, um nicht in dieses deprimierte Loch des Vermissens und des Zurückwollens zu fallen, was viele Austauschschüler tun. Denn wenn man keine Zeit hat nachzudenken, hat man auch keine Zeit zu vermissen. Jedenfalls bis jetzt, zwei Monate danach, hat das gut für mich funktioniert. Und ich hoffe, dass das auch weiterhin so für mich funktionieren wird, wenn die Schule wieder anfängt. Denn im Endeffekt ist es jetzt alles vorbei. Mein großer Traum, mein Ziel. Gelebt und geliebt, und jetzt nur noch eine Erinnerung (naja, recht viele :D) und Fotos (auch recht viele). Und irgendwie ist das Jahr, die Erfahrungen ein kleiner Teil von mir geworden. Wie ich immer wieder merke, wenn ich mir auf die Zunge beißen muss, um nicht die Geschichte aus Ecuador zu erzählen, wenn ich mich mit meinen Freunden unterhalte, die längst nur noch gelangweilt die Augen verdrehen, bei dem Namen dieses Landes, das einen Platz in meinem Herzen hat.

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