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Montag, 5. September 2016

Rückblickend: Meine Austauschorganisation YFU

Da jetzt für mich alles erst mal zu Ende ist, viele aber noch am Anfang stehen, und vielleicht von meinem Wissen und meinen Erfahrungen profitieren können, habe ich mich entschlossen, eine Reihe mit Tipps und Bewertungen zu machen. Los geht es, womit es auch für mich los ging: Die Wahl der Austauschorganisation.

Ich habe mich entschieden, mit YFU meinen Austausch zu machen, zum einen, weil ich ein paar Leute kannte, die mit YFU weg waren, und in einem Stück wieder gekommen sind, zum anderen hatte YFU mit die besten Preise, die ich durch Recherche im Internet finden konnte.

YFU Deutschland

Mit YFU Deutschland war ich im Grunde recht zufrieden, die Organization wirkte generell seriös und ich hatte den Eindruck, dass sie wissen was sie tun und dabei auch genug Erfahrung haben. Bei Fragen per E-Mail bekam ich immer innerhalb eines angemessenen Zeitraums Antwort. Außerdem wurde ich bei der Vorbereitungstagung echt gut auf das Jahr vorbereitet. Das einzige, was ich zu bemängeln habe, ist, dass sie mit Informationen immer recht lange hinter dem Berg hielten, was manchmal recht nervig war. So kamen die Unterlagen zur Beantragung des Visums so spät, dass es ein Zittern wurde, ob ich es noch rechtzeitig bekommen würde. Am Ende ging aber dann doch alles gut aus.

YFU Ecuador

Bei YFU Ecuador sieht das schon etwas anders aus. Das ist quasi die Außenstelle von YFU vor Ort, mit Personal nur aus Ecuador. Die Organisation ist recht klein, sie besteht aus einer handvoll Leute im National Office in der Hauptstadt Quito, den Area Representatives, die am Wohnort der Austauschschüler stationiert sind und außerdem gibt es noch Voluntäre, ebenfalls Jugendliche, die einen Austausch hinter sich haben, die für Seminare zuständig sind und auch so ein offenes Ohr für einen haben. Fange ich einmal mit den positiven Punkten an: Unsere Ankunft war echt gut organisiert, wir wurden nett empfangen, dann in einem weiteren Seminar nochmal echt gut vorbereitet und die Weiterreise in unsere Städte lief auch so wie sie sollte. Nach dem Erdbeben wurde sich gut um uns gekümmert, wir wurden schnell aus dem Katastrophengebiet herausgeholt und bekamen schnell eine neue Gastfamilie. Kurz vor der Abreise nach Deutschland gab es noch ein zweitägiges Seminar, was ich allerdings als nicht auf dem selben hohen Niveau wie die anderen Seminare empfand. Ansonsten war ich generell mit der Arbeit des National Office recht zufrieden.

Jetzt kommt das 'aber': Aber mit der meines Area Representatives leider überhaupt nicht. Jedenfalls ab einem bestimmten Punkt nicht mehr. Eigentlich ist der Area Rep dazu da, dass er für Schüler und Familien ein offenes Ohr hat, man Vertrauen zu ihm aufbauen kann und er bei Problemen das bestmögliche tut, um sie zu lösen, sodass beide Seiten glücklich sind. Das tat er aber in meinem Fall ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr. Stattdessen verbot er mir und einer anderen Austauschschülerin in meiner Stadt, einen unserer besten Freunde zu sehen, ohne einen nachvollziehbaren Grund zu nennen ("Er ist Tänzer. Diese Tänzer sind schlechte Menschen"). Und wir hatten beide zu dem Zeitpunkt nicht so viele Freunde, dass ein guter Freund weniger verkraftbar war. Später nahm er die Entscheidung jedenfalls für mich dann zurück, als ich mich beim National Office beschwerte, beharrte aber darauf, dass er es nicht gerne sah, dass ich mich  mit dieser Gruppe Freunde traf und dass es nur okay war, solange meine Gastfamilie sich nicht darüber beschwerte. Außerdem ließ er mir ausrichten, dass es mir verboten war, an dieser Tanzgruppe teilzunehmen. Währenddessen saß die andere Austauschschülerin, die sowieso schon Probleme mit ihrer Gastfamilie hatte, fast eineinhalb Monate in Hausarrest todunglücklich zu Hause. Ob der Hausarrest vom Area Rep oder von der Gastmutter ausging, ließ sich nicht ganz klären (die Gastmutter war etwas, naja, eigen und recht locker, was es betraf, die Wahrheit zu ihrem Nutzen auszulegen). Aber auch wenn es nicht von ihm ausging, hätte er soetwas nicht tollerieren dürfen. Weiterhin bekam die Austauschschülerin zwei Warning letters (sowas wie Verweise) ohne überhaupt zu wissen, warum, und ohne absichtlich irgendwas falsch gemacht zu haben und der Area Rep drohte ihr, sie nach Hause zu schicken (was ab zwei Warning letters möglich ist) oder sie in eine andere Stadt, weit weg, zu schicken, weg von den Freunden, die ihm nicht in den Kram passten. Ich blieb zwar eher verschont, fühlte mich aber unterschwellig von ihm bedroht, sollte ich auch etwas tun, was ihm nicht passte und hing komplett von der Gnade meiner Gastfamilie ab. Dass er mit anderen Gastfamilien und mit meiner Gastmutter über mich zu reden schien, ohne aber jemals mich direkt anzusprechen, verstärkte mein Unbehagen nur noch mehr. Area Rep als Vertrauensperson - Fehlanzeige! Dass in der ganzen Sache ein großes Kommunikationsproblem vorlag,
zusammen mit einem Aufprall von zwei Kulturen, hochkochender Hysterie und sich verhärtenden Fronten, das erkannte sogar ich ziemlich bald, und ich bin echt kein Profi. Von jemandem, der das als Job macht, und außerdem jahrelange Erfahrung darin hat, hätte ich mir ein weitaus professionelleres Vorgehen erwartet, unabhängig davon, ob er mit seinen Aussagen Recht hatte und überhaupt das Recht hatte, so in unseren Austausch einzugreifen. Irgendwann legte sich das Drama dann doch, doch seitdem schienen wir beide aber in seine Ungnade gefallen zu sein und wurden bei anderen Problemen oder Fragen dementsprechend behandelt. (Anmerkung: Ich habe mich über das vorgefallene beim National Office beschwert, und angeblich soll, sobald es wieder Austauschschüler in der Stadt gibt, jemand anderes den Job machen. Probleme diesen Ausmaßes sind, nehme ich mal an, ein Einzelfall. Allerdings habe ich auch von Austauschschülern in anderen Städten gehört, die mit der Professionalität und der Zuverlässigkeit ihrer Area Reps unzufrieden waren.

Mein Fazit also:
YFU Deutschland - Top! Man muss sich nur manchmal etwas in Geduld üben. Mit YFU Ecuador kann man auch recht zufrieden sein, solange man seinen Area Rep nicht braucht. Falls doch und das mit ihm/ihr nicht hinhaut, ist mein Tipp, sich einfach gleich ans National Office zu wenden. Da sind die recht familiär und und herzlich und immer für die Probleme offen. Außerdem waren sie bei mir immer unbürokratisch über Whatsapp oder per Anruf erreichbar, falls es mal dringend war.

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